Faszien reagieren auf STRESS

Neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, reagiert das Fasziengewebe auf Stress. Dabei reagieren die Faszien auch schon ohne mechanische Einwirkung bzw. ohne vorausgehende Muskelaktivität auf Stress. Das Gewebe zieht sich als Reaktion auf Stress zusammen und die Gesamtspannung innerhalb des Gewebes steigt an.

Weiteren Forschungsergebnissen zufolge wurden nunmehr auch Schmerzrezeptoren und Nervenenden innerhalb des Fasziengewebes entdeckt. Somit konnte nachgewiesen werden, dass Faszien Schmerzen übertragen können. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen einer psychischen Stressbelastung und einem daraus resultierenden körperlichem Schmerzempfinden.

Oftmals klagen Patienten über Rückenschmerzen, deren Ursache ungeklärt ist. Geben Sie sich nicht mit der Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten zufrieden. Konsultieren Sie stattdessen einen Faszienspezialisten, der Sie dabei unterstützen kann. Durch spezielle Faszientechniken und gezieltes, funktionelles Krafttraining kann das Gewebe wieder geschmeidig massiert und gestärkt werden.

Ein regelmäßiges Bewegungstraining regt das Fasziengewebe an, sich ständig zu erneuern. Es verbessert nicht nur die allgemeine Durchblutung, sondern erhöht und verbessert auch den Lymphfluss. So können Nährstoffe besser zu den Zellen gelangen und Schadstoffe besser abgebaut werden. Gleichzeitig wird die Beweglichkeit verbessert. 

Dr. Robert Schleip