restless legs syndrom

Wichtige Info: Bitte sehen Sie diese Artikel zum RLS nur als Ratgeber. Bei Detailfragen und der Verwendung dieser Informationen, ziehen Sie bitte einen Facharzt zu Rate. Kein Anspruch auf Vollständigkeit!

was ist RLS?

16.11.2017

Jeder 10. in der Bevölkerung ist vom RLS betroffen. Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen (Berger u. Kurth 2007). Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, das entspricht in Österreich rund 900.000 Patientinnen und Patienten - darunter...

Faszien STRETCHING oder zu deutsch Dehnung, regt die mechanischen Eigenschaften der Faszien an. Das wiederum kann präventiv zur Entspannung aber auch zur Schmerzlinderung genutzt werden.

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PATIENTEN-INFO

"was kann ich gegen unruhige Beine tun?"



UNRUHIGE BEINE

"Wer daran leidet und wie man Linderung erfährt"



LEITLINIEN-RLS

Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie 



DR. VOLC
berichtet: 
"RLS -Eine wenig beachtete Schlafstörung"



DR. HÖGL
und DR. SEIDL
"12.000 Patienten mit schwerem RLS in Österreich"



AKH Consilium

Definition des RLS 

induzierte MEDIKAMENTE:

Pharmakologisch wird das RLS derzeit mit L-Dopa oder einigen Dopaminagonisten als Mittel der ersten Wahl therapiert, vor allem mit Rotigotin, Pramipexol und Ropinirol oder dem Wirkstoff Levodopa. Nachteile können sich hier aufgrund von Anpassungsreaktionen in Form verminderter Wirksamkeit oder auch in selteneren Fällen in Form von Einschlaf-Attacken ergeben. 

Auch die Mittel der zweiten Wahl, wie Opioide und einige Antikonvulsiva, sind nicht frei von Nebenwirkungen. Zum Teil verschreiben Ärzte auch schmerzmindernde Antiepileptika (Gabapentin und Pregabalin). Die Medikamente werden eine Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen. Beinbewegungen werden so reduziert und die Schlafqualität damit verbessert. Allerdings können als Nebenwirkungen Übelkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme auftreten. 

Die vielfach angewendete Therapie mit L-Dopa oder Dopaminagonisten bei RLS wird durch das Auftreten von Augmentation, einer Verstärkung der RLS-Symptome unter stabiler Medikation, erschwert (Allen und Earley 1996; Allen et al. 2011; GarciaBorreguero und Williams 2011). Weitere von RLS-Patienten als sehr unangenehm beschriebene Nebenwirkungen der dopaminergen Medikation sind Störungen der Impulskontrolle und Gewichtszunahme (Earley und Silber 2010; Provini et al. 2009). 

wichtige HINWEISE: 
Vor Beginn einer rein medikamentösen Therapie sollte der Patient nicht nur über allfällige Nebenwirkungen aufgeklärt werden, sondern auch darüber, dass der Einsatz des Medikaments nach heutigem Wissensstand den Krankheitsprozess nicht aufhält. All diese Arzneimittel sind verschreibungspflichtig und sollten nur in enger Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. 


ACHTUNG!

Einige Medikamente, insbesondere typische Neuroleptika und bestimmte Antidepressiva, können RLS-Symptome induzieren oder sogar verstärken. Medikamente die RLS auftreten lassen oder zur einer Verschlechterung führen können, siehe HIER weiter. Aufgrund dessen werden neue, nebenwirkungsärmere, am besten nichtpharmakologische Therapiemethoden mit effizienter Wirkung gesucht.  

ALTERNATIVE Therapien:

Der Wunsch nach "alternativen" Therapien zur Behandlung der RLS-Beschwerden werden immer wieder ausgesprochen und dringend gewünscht, eine Therapie, die auf Medikamente verzichten kann oder eine Medikamentenreduzierung ermöglicht. 

Gerade für ältere Patienten, die mit zunehmendem Alter häufig mehrfach unter diversen Krankheiten leiden und deshalb oft viele verschiedene Medikamente einnehmen müssen, wäre eine alternative Therapie wichtig. Durch langjährige Einnahme von dopaminergen Substanzen konnte ein möglicher Wirkverlust beobachtet werden. 

Die Kältetherapie könnte eine deutliche körperliche und psychische Entlastung darstellen.
Es leiden viele Schwangere an RLS, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft, so dass für diese eine Kältetherapie eine hochinteressante Behandlungsmöglichkeit zur Linderung der Beschwerden darstellen könnte.

Quelle: www.restless-legs.org/


TIPP: 

Der Einfluss von Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüssen (Handy Strahlung) sollte nicht als gering eingeschätzt werden. RLS-Kranke sollten systematisch prüfen, inwieweit durch eine Änderung ihrer Lebensgewohnheiten eine Linderung erreicht werden kann. Achte auch auf eine gute SCHLAF-Hygiene!

In JEDEM Fall aber, ist ein Faszien-Stretching und -Training von großem Vorteil gegen RLS Beschwerden. Es gibt ebenfalls sehr viele positive Berichte mit der CBD-Behandlung - fragen Sie dazu Ihren Facharzt. Siehe VIDEO mit Dr. Grotenhermen.

aktuelle Studien

Neu:
eine erhöhte Erregbarkeit der peripheren Motoneurone spielt beim RLS eine Rolle

14 November 2018, Göttingen -
Bisher wurde angenommen, dass das Restless-Legs-Syndrom (RLS) durch genetische und metabolische Faktoren sowie durch das zentrale Nervensystem verursacht wird. Zum ersten Mal zeigen Forscher der Universität Göttingen jetzt, dass auch eine erhöhte Erregbarkeit der peripheren Motoneurone beim RLS eine Rolle spielt (Journal of Physiology 2018). Dadurch ergeben sich neue Ansatzpunkte für die Therapie.

Die Forscher um Dirk Czesnik haben 34 Patienten mit idiopathischen RLS untersucht, die keine Medikamente erhielten, und diese mit etwa 38 gesunden Kontrollprobanden verglichen. Dabei wurde eine unterschiedliche Erregbarkeit in motorischen und sensorischen Axonen des Nervus medianus gemessen. Die Forscher machen zyklonukleotid-regulierte Kationenkanäle (HCN) dafür verantwortlich, die sich bei den Motoneuronen der RLS-Patienten bereits bei weniger stark hyperpolarisierten Membranpotentialen öffnen und das Signal weiterleiten.

Dass auch Axone von Motoneuronen in der Peripherie bei RLS beteiligt sind, konnte bislang nur durch Reflexstudien vermutet werden, sagt der Neurologe Czesnik. Jetzt müssten sämtliche Studien zur zentralen Erregbarkeit bei RLS neu überdacht werden. "Denn die periphere Erregbarkeit beeinflusst auch die Messungen der zentralen Erregbarkeit", erklärt Czesnik.

Als nächstes wollen die Neurophysiologen die Wirkung verschiedener Medikamente prüfen, die die HCN-Ionenkanäle blockieren und so die Nervenerregbarkeit reduzieren. Auch soll untersucht werden, inwieweit sich die etablierten Therapien und Medikamente auf die periphere Erregbarkeit auswirken.

RLS ist eine häufige Erkrankung des Nervensystems, die einen hohen Drang nach Bewegung der Beine verursacht. Patienten klagen über unangenehme Symptome wie Kribbeln, Brennen und schmerzhafte Krämpfe in den Beinen. Mehr als 80 % der Menschen mit RLS zucken nachts unkontrolliert mit den Beinen.

Quelle: © gie/aerzteblatt.de


Association of mitochondrial iron deficiency and dysfunction with idiopathic restless legs syndrome.

"Eine weitere Erkenntnis unserer Untersuchungen zum Thema Eisenstoffwechsel und Dopamin ist, dass die Verabreichung dopaminerger Substanzen die Verfügbarkeit von Eisen in Zellen und damit die Funktion der Mitochondrien und deren Energieproduktion signifikant verbessert", spricht Erstautor David Haschka die mit den neuen Erkenntnissen ermöglichte gezieltere Therapie von idiopathischen RLS-PatientInnen an. Weitere Untersuchungen des Innsbrucker Teams sollen klären, welche funktionellen Mechanismen zu einer verminderten mitochondrialen Eisenverfügbarkeit führen.
Epub 2018, Oct 11 

Quelle: i-med.ac.at/


das Schlafmagazin 
Ausgabe 03' 2009

Restless Legs:
Wie können Betroffene sich selbst helfen?


NeuroLogisch
Ausgabe 01'2017

Restless Legs Syndrom
und PLM im Schlaf